Klischee- vs. Berufs- und Gedankenfreiheit

Veröffentlicht von Redaktion am

Am 20.04. tagte der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport im Kreistag Gütersloh. Dort haben wir als AfD-Fraktion der Verwaltung und dem Landrat den Rücken in dem Bestreben gestärkt, für Eltern, Schüler und Lehrer verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, da das Land und der Bund durch die chaotisch und planlos anmutende Corona-Politik täglich neue Säue durch die Dörfer treibt. Die FDP kritisierte den Landrat und die Verwaltung für die zuletzt gezeigte Haltung. Von solchen Anwürfen distanzieren wir uns deutlich.

Wir haben als einzige Fraktion überdies gegen den von den Grünen geforderten Beitritt zur Initiative „Klischeefrei“ gestimmt. Neben Gendersprech-Umerziehungsattitüden verfolgt dieses Programm eine Gedankenvertreibung von historisch gewachsenen Berufsbildern aus den Köpfen. „Kann eine Hebamme ein Mann sein? Kann ein Müllmann eine Frau sein?“ Wer hier jetzt bestimmte Bilder im Kopf hat, könnte schon gefährliche Klischees im Gedankenköcher haben. Die Initiative „Klischeefrei“ ist aus unserer Sicht eher eine Gängelung der Gedankenfreiheit und bietet keine Chancen für die Öffnung von Berufen für alle Geschlechter.

Wer heutzutage Kfz-Mechanikerin oder Geburtshelfer werden möchte, kann dies bereits auch ohne diese Initiative tun. Die Freiheit der Wahl des Berufs wird vom Grundrecht der Berufsfreiheit umfänglich umfasst.

Hierzu bedarf es keine staatliche Anregung oder Anstupsprozesse, für die wieder einmal der Steuerzahler aufkommen soll. Den Grünen geht es bei dieser Initiative in Wahrheit nicht um die Chancengleichheit. Den Grünen und ihren Unterstützern geht es nur um wohlklingende Programme, bei denen es bei den einzustellenden Mitarbeitern am Ende in der Kasse klingelt.